Beide Fasern regulieren Feuchtigkeit, wirken geruchsneutralisierend und liefern angenehme Raumluft. Hanf punktet mit Formstabilität und hoher Dichte, Schafwolle mit natürlicher Bindung flüchtiger Schadstoffe. In 10–12 Zentimetern Dicke, leicht von der Wand abgesetzt, erreichen sie überzeugende Mitten- und Hochtonabsorption. Zudem sind sie gut zu verarbeiten, jucken kaum und lassen sich modular erweitern.
Korkplatten dämpfen Vibrationen, entschärfen Reflexionen und bleiben dekorativ. Holzwolleplatten streuen Höhen, während dahinterliegende Naturfasern absorbieren. Diese Sandwich-Bauweise erhält Energie im Raum, verhindert Dumpfheit und schafft eine breite Sweet-Spot-Zone. Gerade über Arbeitsflächen und an Erstreflexionspunkten entsteht spürbar mehr Definition, ohne das Studio optisch oder psychologisch zu beschweren.
Mit sechs 10-Zentimeter-Paneelen aus Hanf und zwei Zellulose-Bassfallen sank RT60 im Mittenband um rund 0,2 Sekunden, während 125 Hertz deutlich schneller abklangen. Subjektiv verschwanden Flatterechos, Vocals saßen mittiger, und Kopfhörermischungen übersetzten besser. Der Besitzer mischt jetzt leiser und trifft Entscheidungen schneller, ohne später böse Überraschungen zu erleben.
Statt dicht zu stopfen, wurden dünne Hanfmatten mit Leinenbezug an gegenüberliegenden Flächen montiert, ergänzt durch kleine Kork-Diffusoren. Ergebnis: klare Konsonanten, weniger Nasalität, kaum Boxiness. Der Raum blieb fühlbar, jedoch kontrolliert. So entstand eine Aufnahmeumgebung, die natürlich wirkt, Edit-Aufwand spart und zu großzügigeren Mikrofonabständen ermutigt, ohne Nebengeräusche zu riskieren.
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